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Wie sich Streit vermeiden lässt

veröffentlicht: 26.06.2009 · Alle

Manchmal ist weniger mehr. So kann es sogar sein, dass Nachbarn besser miteinander auskommen, wenn weniger detaillierte Regelungen in ein Gesetz formuliert werden, oder gar ganz auf ein solches verzichtet wird. Wie das funktioniert, kann jetzt in der Broschüre "Wie sich Streit vermeiden lässt – Nachbarrecht in Mecklenburg-Vorpommern" nachgelesen werden, welche das Justizministerium herausgegeben hat.

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hat anlässlich des Frühlingsbeginns und der bevorstehenden Gartensaison diese Broschüre am Donnerstag (20.03.) vorgestellt. "Ein friedliches Klima und die Bereitschaft miteinander zu sprechen, sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Verhältnis unter Nachbarn. Vor allem kommt es auf Verständnis sowie gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe an."

Die Broschüre enthält neben umfangreichen Informationen zum ersten Mal eine schriftliche Zusammenfassung des geltenden Nachbarrechts in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei hat das Land auf ein Nachbarrechtsgesetz verzichtet. "Es gibt bei uns vergleichsweise wenig Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht. Vielleicht hat gerade das Fehlen einer Vielzahl detaillierter Regelungen eine positive Wirkung. Das schafft Platz für vernünftige Lösungen unter Nachbarn", sagte Kuder. Auch ohne spezielles Nachbarrechtsgesetz bestehe selbstverständlich kein rechtsfreier Raum.

Die Broschüre kann kostenlos über das Justizministerium bezogen werden.

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